Sep 21

Kaum ist die Osterdekoration in den Schränken verstaut, so scheint es, kann man in den Supermärkten schon wieder die ersten leckeren Lebkuchenherzen ausmachen.

Das Weihnachtsglockengeläut setzt bereits im Frühherbst ein, noch sind einzelne Menschen damit beschäftigt wie sie Halloween gestalten sollen, da geht für andere schon der große Run auf die Weihnachtsvorbereitungen los. Da gibt es schweißgebadete Frauen mit Listen von verschiedenen Gebäcksorten, die gebacken und auf der Liste abgehakt werden wollen. Weihnachtsbasteleien die bis zum Fest fertig sein sollen, der Adventsschmuck für Fenster, Haus und Hof soll dieses Jahr ganz neu und anders sein. Ach ja, und der Baum, die billigen Nordmann-Tannen in den Supermärkten sind immer ruckzuck weg, in den Baumärkten stellt man sich am besten schon ab November an, vielleicht sollte man dieses Jahr mal ganz andere Wege gehen. Man kauft doch schon so vieles im Internet, warum nicht einen hübschen künstlichen Weihnachtsbaum, unter Umständen grell Pink, wie Töchterleins Frisur? Oder dezent weiß und silber-gold geschmückt, noch ist Zeit zu entscheiden. Und überhaupt, wo ist denn eigentlich der Christbaumständer? Und dann das Festmenü, dieses Einkaufen für mehrere Tage, das Zusammenstellen der Menüfolge, ganz zu Schweigen von dem Gelingen.

Bis Ende Oktober kommen so langsam alle Hausfrauen und Hausmänner ins Schwitzen, der Einkaufvorratswahn setzt ein und die Bangigkeit, dass die Puten schon ausverkauft sein könnten. Oder sollte man lieber einen ganz anderen Weihnachtsbraten machen, vielleicht eine Gans; nein die ist zu fettig, oder Wild? Und die Tischdekoration, die musikalische Begleitung, das Gebäck, ist die Keksliste überhaupt schon abgearbeitet? Die Festtagskleidung muss noch ausgesucht werden und a c h du liebe Zeit, die GESCHENKE! Spätestens jetzt bricht die Panik aus, da werden die vernünftigsten Menschen zu Getriebenen und Gehetzten, die Lichterketten sind alle besorgt, das Geschenkpapier auch. Aber viele scheinen den Atem anzuhalten, vor lauter Schrecken nicht alle Geschenke für alle Lieben rechtzeitig zu haben. Der gute Vorsatz vom letzten Jahr, alles schon im Sommer zu besorgen konnte wieder nicht verwirklicht werden. Auf der Fußgängerzone auf und nieder kommt der Vorweihnachtsstress alle Jahre wieder. Wie man auch plant und wie man es lenkt, Weihnachten komm schneller als man denkt.

Es grüßt Euch
Frankyle

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