Aug 15

Gestern Abend war es soweit: Mein Freund Markus, der schon seit Jahren seinen wöchentlichen Pokerabend abhält, hatte seine Wette mit mir verloren und musste die Wettschulden bei mir begleichen. Ich war schon immer heiß darauf, in die Kunst des Pokerns eingeweiht zu werden und irgendwann mit von der Partie zu sein, wenn er mit seinen langjährigen Pokerfreunden ausgedehnte Abende am Pokertisch verbringt.

Als er begann, mir die Regeln zu erklären, dachte ich schon, ich würde es nie verstehen, doch er hatte sehr viel Geduld mit mir. Runde um Runde begriff ich mehr und ich startete meinen ersten Bluff, der vollkommen in die Hose ging. Innerhalb weniger Runden verlor ich alle meine Chips und ich wollte schon aufgeben, als sich Besuch ankündigte und wir von dort an vier mehr oder weniger erfahrene Spieler waren: Markus, René, Thomas und ich. Markus erklärte mir, dass ich meine Mimik im Zaum halten müsse, wenn ich ein gutes Blatt habe, damit ich mich nicht sofort verrate. Ebenso sollte ich nicht so viele Pokerchips auf einmal in den Pot packen, um bei guten Karten die anderen Mitspieler so lange wie möglich bei der Stange zu halten und einen großen Pot zu gewinnen.

Im Laufe des Abends wurde ich immer besser und war trotz einiger Anfängerboni, die mir die anderen Spieler zukommen ließen, mächtig stolz auf mich. Zu gern hätte ich die anderen mit einem Royal Flush zum Staunen gebracht, doch an diesem Abend hatte keiner von uns dieses Glück. Bis zuletzt habe ich mich gegen die anderen Spieler durchgesetzt, doch im Heads-Up mit Markus rechnete ich mir keine guten Chancen aus. Er war der erfahrenste Spieler von allen und das Spiel „Einer-gegen-Einen“ seine größte Stärke. In den ersten Runden hatte ich alles andere als ein Pokerface und mein Unbehagen drückte sich dadurch aus, dass kein Blatt mir gut genug war, um gegen Markus anzutreten. Dann kam meine Chance: Bube und As Suited, also in derselben Farbe, und ich ging mit meinen letzten Chips All-In. Ich gewann mit einem Karo-Flush und von dort an wendete sich das Blatt zu meinen Gunsten. Angefeuert von Thomas und René gewann ich das Heads-Up gegen Markus mit einer Overcard, der höheren Karte. Markus nahm seine Niederlage gelassen, „Anfängerglück“, meinte er. Ich finde, es war ein genialer Abend und da mich nun die Poker-Lust gepackt hat, hoffe ich, bald bei den wöchentlichen Pokerabenden dabei sein zu dürfen.

Es früßt Euch
Frankyle

3 Antworten zu “Poker – Mein erster Pokerabend bei Markus”

  1. Fred sagt:

    Lol, na da hast ihm ja ordentlich Paroli geboten.gg

    Lg
    Fred

  2. Silke sagt:

    Schöner Bericht! :-) Hat wirklich Spaß gemacht zu lesen.

    Gruß,
    Silke

  3. Poker Prinzessin sagt:

    SEHR NETTER BLOG: WÄRE SCHÖN WEITERE BERICHTE ZU LESEN:

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